Oh Friedrich, du Meister des kalkulierten Wortes,
mit scharfer Zunge und schärferem Blick,
wie ein wahrer Held der populistischen Künste,
nimmst du jedes Thema und verdrehst es geschickt.
Einst sagtest du, Vergewaltigung in der Ehe sei kein Verbrechen,
doch keine Sorge, deine Worte wurden schnell übertönt.
Denn wer braucht schon Frauenrechte und ihre Rebellion,
wenn es wichtigere „Pascha“-Probleme in deinem Land gibt?
Du sprichst von „Sozialtouristen“ und „Wohlstandsschmarotzern“,
als wärst du der Retter des Vaterlands in Not.
Doch während du Phrasen spuckst und mit dem Finger zeigst,
fragst du nie, wie du selbst zu dieser Misere beiträgst.
Du scheust nicht davor zurück, zu poltern und zu hetzen,
immer mit dem Finger am Puls des rechten Wählerscharms.
Mit einem Fuß im Establishment, dem anderen in der AfD-Nähe,
spielst du das Spiel der Macht so altbekannt und lahm.
Doch Friedrich, vergiss nicht: auch die größte Bühne bröckelt,
wenn die Substanz hinter den Worten fehlt.
Denn irgendwann, oh Merz, wird man dich durchschauen,
und dann stehst du da – als der Mann, der viel versprach,
doch wenig hielt.