Oder: Warum man korrupte, unfähige, orangefarbene Egomanen nicht einfach aus dem Amt kegeln kann
🗽 Der Mythos vom Land der Freiheit
Die Vereinigten Staaten gelten gern als das leuchtende Symbol der Freiheit.
Geburtsort der Demokratie. Heimstatt der Menschenrechte.
Ein Land, das Kriege führte, um „Freiheit“ zu exportieren –
während es sie zu Hause rationierte.
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Und wie bei jedem guten Mythos beginnt alles mit einer Lüge.
⚖️ Die Verfassung – geschrieben von Männern, die andere Menschen besaßen.
📜 Die Unabhängigkeitserklärung – ein Text von Plantagenbesitzern,
die gleichzeitig Sklaven hielten und Frauen für Menschen zweiter Klasse erklärten.
Sie hatten keine Angst vor der Krone –
sie fürchteten den Aufstand der Ausgebeuteten.
Daher z. B. das Recht auf Waffenbesitz:
Nicht, weil sie ihre Regierung fürchteten – sondern ihre eigenen Sklaven.
„All men are created equal.“
Klingt super.
Galt nur leider nicht für Schwarze, Frauen, Indigene oder arme Weiße.
Freiheit bedeutete:
Wir wollen keine britischen Steuern zahlen. Unsere Sklaven behalten wir aber.
Das war der Gründungsimpuls dieser glorreichen Republik:
Ein Aufstand reicher Männer gegen andere reiche Männer.
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💣 Der Bürgerkrieg – ein blutiges Missverständnis
Spulen wir vor zum Bürgerkrieg –
dem nächsten großen Missverständnis mit hoher Leichendichte.
🪓 Der Mythos:
Die Nordstaaten wollten die Sklaverei abschaffen,
die Südstaaten wollten sie behalten.
Ein Krieg für Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Fortschritt.
⚙️ Die Realität:
Ein Wirtschaftskrieg zwischen zwei Modellen der Ausbeutung.
📍 Der Süden: Plantagen, Monokultur, Menschenbesitz.
📍 Der Norden: Fabriken, Maschinen, unterbezahlte Lohnarbeit.
Sklavenarbeit war für den Norden ein Problem,
weil sie die Löhne drückte, die Marktmechanismen störte
und die politische Macht in Richtung Süden verschob.
Es ging nie um das Wohlergehen der Sklaven.
Es ging um wirtschaftliche Effizienz und politische Kontrolle.
Menschenrechte waren PR-Material – kein Kriegsziel.
Abraham Lincoln selbst formulierte es klipp und klar:
„Mein Ziel ist es, die Union zu retten. Wenn ich das tun kann, ohne einen einzigen Sklaven zu befreien, dann tue ich es.“
Die Emanzipation war eine strategische Maßnahme.
Kein moralischer Akt.
Kein Fortschritt.
Nur ein neues Werkzeug im Arsenal der Union.
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🧠 Warum man einen orangefarbenen Egomanen nicht einfach loswird
Weil das politische System der USA nicht zur Verhinderung von Machtmissbrauch gebaut wurde,
sondern zur Wahrung wirtschaftlicher Stabilität.
⚖️ Das sogenannte „Checks-and-Balances“-System ist ein Labyrinth
aus Verfahren, Veto-Rechten und politischem Feigmut –
ideal, um alles zu blockieren. Außer Kapitalinteressen.
Ein Präsident kann lügen, hetzen, drohen, einen Putschversuch inszenieren,
und trotzdem wieder kandidieren.
Warum?
Weil das System nicht fragt, ob jemand gefährlich ist.
Es fragt nur, ob er legal gewählt wurde.
Und ob die Börse sich beruhigt.
So überleben Demokratien nicht –
so verwalten sie ihre eigene Dekadenz.
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🌀 Willkommen in der kognitiv entkoppelten Epoche
Dem Zeitalter der geistigen Hohlkammerpolitik,
dem goldenen Zeitalter der faktenresistenten Selbstüberschätzung –
in dem ein Reality-TV-Despot mit dem Vokabular einer Fastfood-Tüte
mehr politische Macht hat als die Realität selbst.
Ein Zeitalter, in dem Fakten störend wirken
und Wahrheit eine Frage des Marketings ist.
Der Clown regiert den Zirkus –
und das Publikum klatscht,
weil es denkt, es sei Teil der Show.